Aktuelles

Projektstart „Fürth SCHOCKT!“ zur Woche der Wiederbelebung

Mit dem Projekt „Fürth SCHOCKT!“ soll die Verfügbarkeit von öffentlich zugänglichen AED-Geräten (Automatisierter Externer Defibrillator) in der Stadt und im Landkreis Fürth verbessert werden. Die Überlebenschancen von Patienten mit Herzstillstand sollen dadurch signifikant verbessert werden!

Eine flächendeckende AED-Struktur ist ein wesentlicher Faktor zur Verbesserung des Überlebens nach Herzstillstand. Der professionelle Rettungsdienst benötigt durchschnittlich 8-10 Minuten bis er eintrifft. Aus diesem Grund spielen vor allem Ersthelfer (z.B. Angehörige, Kollegen, Zeugen) durch sicheres Handeln in der Wiederbelebung eine entscheidende Rolle. Mehr als 70.000 Fälle des plötzlichen Herztodes gibt es jährlich in Deutschland. Auf die Stadt und den Landkreis Fürth gerechnet sind dies statistisch 180-220 Betroffene pro Jahr. Nur wenige überleben ein solches Ereignis. Die Bevölkerung soll für das Thema sensibilisiert und die Hemmschwelle für die Nutzung eines AEDs im Notfall verringert werden. „50, vielleicht sogar 100 dieser Menschen könnten jährlich überleben, wenn es uns gelingt, die Voraussetzungen in der Stadt und im Landkreis Fürth zu verbessern“, so Klaus Meyer Vorsitzender der AGNF, die im Auftrag der Stadt und des Landkreises Fürth die Projektleitung übernommen hat.

Es gibt bereits ca. 150 AED-Geräte in der Stadt und im Landkreis Fürth, allerdings sind nur 10 davon öffentlich und damit für Ersthelfer immer zugänglich. Das Projekt hat das Ziel, in den kommenden Jahren ein Netzwerk von ca. 250 öffentlich zugänglichen Geräten aufzubauen. Dabei fällt nicht nur die Anschaffung des Gerätes an. Es muss auch die witterungsgeschützte Aufbewahrung in einer beheizten und gut sichtbaren Box sichergestellt, erforderliche Wartungsintervalle erledigt, Verbrauchsmaterialien ersetzt und nach vier Jahren ein Batterietausch finanziert werden. Eine Besonderheit des Fürther Projektes ist die Ausstattung aller AEDGeräte mit einem speziellen Chip, der ein Live-Geodatentracking ermöglicht. So ist die AGNF immer informiert, ob ein Gerät technisch einwandfrei funktioniert, wie es um die Batterieladung bestellt ist, ob es verwendet wird und wo sich das Gerät aktuell befindet. Diese Innovation steuert die Firma CardiLink aus Fürth bei. Nach Benutzung wird das Gerät wieder betriebsbereit gemacht und steht nach kurzer Zeit vor Ort wie der zur Verfügung. All diese Leistungen lagen bisher in der Verantwortung des Eigentümers, was eine Platzierung im öffentlichen Raum oft verhinderte.

„Das Projekt „Fürth SCHOCKT!“ ist nach unserem Kenntnisstand bisher das einzige Projekt in Deutschland, mit einem so umfangreichen Leistungs- und Lösungsangebot“, sagt Klaus Meyer.

Zur Finanzierung werden AED-Paten gesucht, die sich bereit erklären, ein öffentlich zugängliches Gerät zu finanzieren. Beispielweise am Firmenstandort, bei einem Sportverein, der Kirchengemeinde oder durch eine private Spende. Diese kann für 4 oder 8 Jahre übernommen werden.

Neben der AGNF, dem Landkreis und der Stadt Fürth unterstützen weitere Partner das Projekt. So sind auch das Bayerische Rote Kreuz Kreisverband Fürth, die Feuerwehren der Stadt und des Landkreises, das Klinikum Fürth, das Ärztenetz Fürth e.V., die Initiative „Fürth drückt!“, die Spielvereinigung Greuther Fürth sowie als Infrastruktur- und Medienpartner die infra fürth beteiligt.

Im kommenden Jahr soll das Projekt noch um eine smartphonegestützte Alarmierung von Ersthelfern ergänzt werden. Dabei sollen im unmittelbaren Umfeld eines Ereignisses vorab registrierte Ersthelfer aktiviert werden, die schnell Wiederbelebungsmaßnahmen einleiten können. Ein seit 6 Jahren etabliertes und sehr erfolgreiches Projekt in Freiburg mit dem Titel „Region der Lebensretter“ dient dabei als Blaupause.

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Spendenkonto:
Arbeitsgemeinschaft Notfallmedizin Fürth e. V.
 
Zweck:             Projekt „Fürth SCHOCKT!“
Kreditinstitut:   Sparkasse Fürth
IBAN:               DE30 7625 0000 0040 9424 27
BIC:                  BYLADEM1SFU
 

Auch Interessenten für eine AED-Patenschaft werden gesucht. Hier kommen unter anderem Firmen in Frage, die sich für die „Herzsicherheit“ in ihrer unmittelbaren Umgebung engagieren möchten. Interessierte können über info@fuerth-schockt.de Kontakt aufnehmen.

Update: Ukraine-Hilfsprojekt

Wo wir bereits helfen konnten und wo wir in Zukunft helfen wollen. 

Seit dem Start des Ukraine-Hilfsprojekts im März 2022, welches als Reaktion auf den kriegerischen Übergriff Russlands initiiert wurde, konnte die Arbeitsgemeinschaft Notfallmedizin Fürth e.V. mit Hilfe Ihrer Unterstützung einen wertvollen Beitrag zur Verbesserung der medizinischen Versorgungssituation in der Ukraine leisten. Die großzügigen Spenden ermöglichten die Beschaffung und Lieferung von knapp 10 Tonnen Hilfsgütern, darunter Medikamente und medizinisches Verbrauchsmaterial zur Versorgung und Behandlung von kranken und verwundeten Personen sowie Hygieneartikel und medizinische Gerätschaften. Im Rahmen von drei großen Transportfahrten zwischen März und Mai konnten mehr als 15 Kliniken im Großraum Kiev, Charkiw, Irpin, Drohobych und Saporischschja mit dringend benötigten Hilfsgütern beliefert werden. Die Zusammenarbeit mit befreundeten Ärzten vor Ort und neu gewonnen Kooperationspartnern half dabei, die Spenden bedarfs- und zielgerichtet zu planen.

Die persönlichen Eindrücke und Erfahrungsberichte von Betroffenen während der Touren schüren das Engagement der AGNF Projektmitglieder weiter und so werden auch heute, 6 Monate nach Beginn der Initiative, alle Ressourcen aktiviert, um den Menschen in der Ukraine zu helfen. Im Juli konnte die AGNF kurzfristig Medikamente im Wert von über 6.000 Euro für einen Hilfstransport in die Konfliktregion Luhansk beisteuern. Einige Wochen später fand eine großangelegte Spendenaktion des BRK Fürth statt, bei der 28 gebrauchte Pflegebetten, etwa 50 Rollstühle und Rollatoren und Krankenhausmobiliar an eine Klinik in Drohobych gingen. Die AGNF nutzte dafür ihr Netzwerk, um Kontakt zwischen Spender und Empfänger herzustellen und unterstützte die Aktion mit zusätzlicher Manpower.

Neben dem Beitrag, den wir alle heute leisten können, denken wir im Rahmen des Hilfsprojekts bereits einen Schritt weiter. Was wird nötig sein, um nach dem Krieg eine neue medizinische Infrastruktur in der Ukraine aufzubauen? Und wie kann die Arbeitsgemeinschaft Notfallmedizin Fürth e.V. als Bildungsträger die Akteure vor Ort bei dieser Herausforderung begleiten? Es gibt noch viel zu tun und die AGNF nimmt weiterhin dankbar Ihre Unterstützung an, mit dem Versprechen, dass alle Spenden als direkter Mehrwert an die Menschen in der Ukraine weitergegeben werden.

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Trainieren für einen anspruchsvollen Beruf!

Großer Aktionstag der Berufsfachschule für Notfallsanitäter 
 
Die AGNF ist eine der größten Einrichtungen für Aus-, Fort-, und Weiterbildung in Bayern und betreibt unter anderem zwei staatliche anerkannte Berufsfachschulen für Notfallsanitäter.
 
Das Berufsbild des Notfallsanitäters existiert erst seit 2014. Notfallsanitäter werden dreijährig ausgebildet und sind die höchste nichtärztliche Qualifikation im deutschen Rettungsdienst. Sie übernehmen bei Notfallpatienten heute viele Versorgungen eigenständig, wie etwa die Gabe von Schmerzmedikamenten. Außerdem überbrücken sie mit komplexen lebensrettenden Maßnahmen, z.B. der Gabe von Notfallmedikamenten bei einem Herzinfarkt, bis zum Eintreffen eines Notarztes. Eine hochwertige und intensive Ausbildung ist daher notwendig, um dieses Aufgabenprofil zu erfüllen.
 
Im September 2022 endet die Ausbildung des aktuellen Jahrgangs der Notfallsanitäterklasse. Zur Vorbereitung auf das anstehende Staatsexamen und den anspruchsvollen Berufsalltag fand Ende Juni an der AGNF ein Aktionstag statt. Die Schüler des Abschlussjahrgangs besetzten dabei jeweils zu dritt einen Rettungswagen und mussten unterschiedliche Einsätze im Stadtgebiet bewältigen.Begleitet und beobachtet werden sie dabei von Ihren Praxisanleitern und den Fachlehrern der Berufsfachschule. Die simulierten Einsätze werden im Anschluss ausgewertet und mit dem Team nachbesprochen.
 
Ein solcher Trainingstag bietet die einzigartige Möglichkeit Schule und Beruf in einem sicheren Umfeld zu erleben und dennoch eigenverantwortlich tätig werden zu müssen. Unterstützt wurden wir bei der Organisation des Aktionstages von den Rettungsdiensten des BRK, der JUH und des ASB, die Einsatzfahrzeuge zur Verfügung stellten. Darüber hinaus stellte die Stadt Stein Räumlichkeiten zur Verfügung, um Einsätze an realen Orten darstellen zu können. Die Feuerwehr Stein unterstützte mit Personal und Technik den Aktionstag. Insgesamt waren über 50 Personen beteiligt.
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Hilfslieferung für die Ukraine

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

es ist uns gelungen, die ersten medizinischen Hilfsgüter zu organisieren und in die Ukraine zu bringen. Am vergangenen Wochenende initiierten ITLS Germany und die AGNF einen Spendenaufruf für ein Krankenhaus im Großraum Kiev, zu dem über Jurij Kryvonos , einem dort tätigen Kinderarzt und ITLS Instruktor, ein persönlicher Kontakt besteht.

Die letzten Tage waren wir damit beschäftigt, die benötigten Medikamente und medizinischen Materialien zu beschaffen. Problem war hierbei, dass diverse Dinge bereits europaweit ausverkauft sind, beispielsweise spezielle Produkte zur Blutstillung. 

Dennoch konnte am vergangenen Mittwoch eine Lieferung mit einem Gewicht von knapp 1,5 Tonnen zusammengestellt und auf zwei Fahrzeuge verladen werden. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an die vielen Spender*innen, Sachspender*innen und die Mitarbeiter*innen der AGNF, die bei der Beschaffung und Verladung mitgeholfen haben. Besonders bedanken wollen wir uns beim Klinikum Fürth, den Firmen SIMple medics, Bexamed und Orange, die uns alle mit großzügigen Sachspenden unterstützt haben. Ebenso ein herzlichen Dank an alle, die unseren Beitrag fleißig geteilt haben und damit die Aktion in die breite Öffentlichkeit getragen haben. Auch von euren persönlichen Nachrichten die uns erreicht haben waren wir sehr gerührt, so viele haben ihre Hilfe angeboten. Innerhalb von nur zehn Tagen, konnten wir aufgrund des großartigen Engagements jedes Einzelnen, diese tolle Hilfsaktion erfolgreich durchführen. Vielen herzlichen Dank an alle. 

Am Donnerstagmorgen um 9 Uhr starteten wir in Richtung Ukraine. Die Fahrt verlief reibungslos so dass wir gegen 20:00 Uhr die ukrainische Grenze erreichten. Die ukrainischen Kollegen starteten ihrerseits in der Region Kiev mit zwei Fahrzeugen. Entgegen der Planungen durften Kollegen am Grenzübergang Korczowa nicht für die Übergabe einreisen. So mussten wir erst auf die ukrainische Seite „ausreisen“ um die Waren in der „neutralen Zone“ übergeben zu können. Kurz nach Mitternacht war dann alles geschafft und unser Kontakt Jurij Kryvonos, der Kinderarzt aus dem Großraum Kiev, war sehr glücklich über die ersten Hilfslieferung! 

Der Transport hat inzwischen sicher den Großraum Kiev erreicht und die Lieferung konnte bereits auf die einzelnen Funktionsbereiche aufgeteilt werden. Von den Kolleg*innen vor Ort erhielten wir sehr, sehr positive Rückmeldungen

Wir werden nun weiter den Bedarf in dem Krankenhaus, aber auch in anderen Krankenhäusern, ermitteln und möglichst zeitnah einen zweiten Transport zu organisieren. 

Je suis Ukraine!

Herzliche Grüße 
vom Team der AGNF 
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Fachlehrer*in gesucht!

Für unsere Berufsfachschule für Notfallsanitäter*innen in Stein und Roth suchen wir ab sofort je eine/n Fachlehrer*in.
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Innovativ und zukunftsorientiert

Das neu gegründete INOB revolutioniert die Fort- und Weiterbildung medizinischen Fachpersonals in der Metropolregion

Der Bedarf nach modernen und innovativen Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten für medizinisches Fachpersonal nimmt durch den rasanten Fortschritt im Gesundheitswesen stetig zu. Deshalb haben das Klinikum Fürth und die Arbeitsgemeinschaft Notfallmedizin Fürth e.V. (AGNF) als etablierte Akteure im Gesundheitswesen die Initiative ergriffen und mit dem Institut für notfallmedizinische Bildung eine gemeinsamen Bildungs-, Innovations- und Wissenschaftsplattform für Fachpersonal aus Medizin, Pflege, Rettungswesen und Gefahrenabwehr geschaffen, um dadurch letztendlich auch die Patientensicherheit stetig zu erhöhen.

„Mit der Gründung des INOB ist es uns gelungen, einen wichtigen und zukunftsweisenden Schritt am Bildungsmarkt zu gehen und neben dem Institut für Notfallmedizin und Medizinmanagement (INM) in München, hier in der Metropolregion Nürnberg, Fürth, Erlangen, den notfallmedizinischen Bildungsmarkt zu erweitern“, so Geschäftsführer Oliver Riedel.

Für die kontinuierliche Weiterqualifizierung des medizinischen Personals kommt mit der SIM-Box, die eine virtuelle und praxisnahe Patientensimulation ermöglicht, ein in Deutschland bislang einzigartiges Tool zum Einsatz: Unter Anwendung von audiovisueller Projektion und einzigartigen Geräuschkulissen werden individuell angepasste, realitätsnahe virtuelle Lernumgebungen dargestellt, in der medizinische Fachkräfte Notfallsituationen trainieren. Weitere wichtige Fortbildungsinhalte sind z.B. die Förderung der interkulturellen Kompetenz im Notfallwesen sowie die Deeskalation in Notfallsituationen.

Auch Bayerns Innenminister Joachim Herrmann hat bei der Gründungsveranstaltung des Instituts für notfallmedizinische Bildung in Fürth die Bedeutung von modernen Fortbildungsmöglichkeiten hervorgehoben. "Die Corona-Pandemie führt uns vor Augen, wie wichtig ein funktionierendes und schlagkräftiges Gesundheitssystem ist. Gut ausgebildetes Fachpersonal ist unverzichtbar. In Bayern sind wir hier bereits sehr gut aufgestellt“, so Herrmann.

Das INOB verfolgt neben der Etablierung hochwertiger Bildungsangebote und innovativer Forschungsprojekte den Ausbau eines starken Netzwerkes sowie die Anbindung an Hochschulstrukturen. So sind die Hochschule Ansbach sowie die Wilhelm Löhe Hochschule in Fürth bereits von Beginn an feste Kooperationspartner des INOB.

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Freiwilliges Soziales Jahr bei der AGNF

Nicht jeder weiß sofort nach der Schule, einer Ausbildung oder einem Studium, was er*sie machen will. Ein FSJ gibt dir die Möglichkeit die Zeit bis zum nächsten großen Schritt im Leben sinnvoll zu nutzen und gleichzeitig einen wertvollen Beitrag in der Gesellschaft zu leisten.
 
Bei der AGNF kannst du ein Jahr lang Bildungsarbeit hautnah kennen lernen. Wir veranstalten eine Vielzahl von verschiedenen notfallmedizinischen Fortbildungen für Ärzt*innen, Rettungsdienstmitarbeiter*innen, Pflegekräfte und viele andere Berufsgruppen und führen eine Berufsfachschule in der Ausbildung zum*zur Notfallsanitäter*in.
 
Falls du Interesse an der Erwachsenenbildung hast und dich die Notfallmedizin Interessiert, bewirb dich bei uns!
 
Unser Team freut sich auf dich! 
 
Bewerbungen bitte an:
 
Arbeitsgemeinschaft Notfallmedizin Fürth e.V.
Klaus Meyer, Leiter der Bildungseinrichtung
Deutenbacher Straße 1
90547 Stein
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Auf den Notfall vorbereitet

Klinikum Würzburg Mitte ist offizieller Ausrichtungsort für Reanimationsfortbildungen 

Das Klinikum Würzburg Mitte (KWM) hat zur Aus- und Fortbildung von medizinischem Personal einen Kooperationsvertrag mit der Arbeitsgemeinschaft Notfallmedizin Fürth e.V. (AGNF) geschlossen. Als offizieller Kursort richtet das Klinikum fortan regelmäßig Schulungen des Fürther Ausbildungszentrums für Ärzte, Pflegekräfte und weitere medizinische Fachkräfte aus. 

Angeboten werden die Kurse „Newborn-Life-Support“ (NLS) und „Advanced-Life-Support“ (ALS), die erweiterte Reanimationsmaßnahmen für Neugeborene und Erwachsene schulen. Neben der Vermittlung des elementaren Theoriewissens zeichnen sich die Fortbildungen vor allem durch einen hohen Praxisanteil aus. 

Beim realitätsnahen Training arbeiten Ärzte, Pflegekräfte, Hebammen und Rettungsdienstpersonal interdisziplinär zusammen. Die Übungssituationen spiegeln den Alltag aller Berufsgruppen wider und sollen so die Zusammenarbeit in echten Notfallsituationen verbessern. 

Die Kurse richten sich an alle Interessierten aus Krankenhäusern, Rettungsdiensten und niedergelassenen Praxen. Entsprechend der aktuellen Situation finden die Kurse unter Beachtung strenger Hygienekonzepte statt. Weitere Informationen sowie eine Online-Anmeldung sind auf der Internetseite der AGNF (www.agnf.org) zu finden.

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V.l.n.r.: Christofer Krieg, Notfallkoordinator am KWM, Sebastian Habicht, Bereichsleiter Fort- und Weiterbildung bei der AGNF,

Simon Veit, Assistent des Direktors Medizin am KWM, und Dominik Landeck, KWM-Geschäftsführer (Foto: Klinikum Würzburg Mitte) 

Spendenaktion für Uganda

In 2020 haben wir in Uganda über 160 Mitarbeiter & 15 Instruktoren im Rahmen der ERC Kursformate trainiert. Nun möchten wir unseren Partnern helfen ihr neues Kurszentrum einzurichten, damit sie eigenständig weitere notfallmedizinische Mitarbeiter schulen können.

Mit unserem Projekt  „Advanced Life Support (ALS) Kurse in Uganda“ haben wir zusammen mit unserem lokalem Partner, der Makerere University, und dem European Resuscitation Council (ERC) über 160 Personen und 15 Instruktoren in Advanced Life Support geschult. Die ausgebildeten Instruktoren können bald komplett unabhängig von uns zertifizierte Reanimationskurse im Rahmen des ERC-Kursformats durchführen. Damit werden die einheitlichen und stetig modernisierten ERC-Kursformate, die bereits in ganz Europa unterrichtet werden, in Uganda nachhaltig etabliert. Wir freuen uns sehr, dass die ausgebildeten Instruktoren vor Ort jetzt mit ihrem eigenem Kurszentrum durchstarten wollen! Das Gebäude ist gemietet, die ersten Kurse geplant und das Knowhow und der Wille ist da, die Notfallversorgung in Uganda langfristig zu verbessern. Nun fehlt es nur an der Inneneinrichtung - Dafür beten wir euch um Hilfe. Das Gebäude verfügt über mehrere Kursräume, Büro, Küche, Lagerräume und WCs. Um das Kurszentrum betreiben zu können und das Kursangebot zu erweitern, brauchen unsere Projektpartner dringend folgende Einrichtungsgegenstände: 

60 Lehrsaalstühle 10 €/Stück
10 Lehrsaaltische 30 €/Stück
3 Bürotische 100 €/Stück
4 Bürostühle 40 €/Stück 
2 Büroschränke 50 €/Stück
1 Eingangsbereich Tisch 100 €/Stück 
1 Eingangsbereich Stuhl 50 €/Stück 
5 Whiteboard 100 €/Stück 

 


Informationen über das Vorläufer Projekt, Advanced Life Support (ALS) Kurse in Uganda, erhaltet ihr hier.

Die Facebook Seite des Kurszentrums findet ihr hier.

DIE AGNF IN ZEITEN VON COVID-19

Zur Bewältigung der COVID-19 Pandemie wurde bayernweit in jedem Landkreis bzw. jeder kreisfreien Stadt, die Einrichtung sogenannter Schwerpunktpraxen beschlossen. Der Landkreis Fürth reagierte hier sehr schnell und eröffnete Ende März in Cadolzburg eine solche Praxis. 

Mit der Planung und Umsetzung beauftragte der Landkreis Fürth die AGNF. Innerhalb einer Woche wurde mit viel Fleiß und Einsatz unserer Mitarbeiter im Dillenberg Schulzentrum in Cadolzburg alles für die Inbetriebnahme vorbereitet. Wichtig war dabei, dass auch bei einer Wiederaufnahme des Schulbetriebs keine Überschneidungen zwischen potentiell infektiösen Patienten und Schülern erfolgt. Dies konnte mit einer, dem Gebäude vorgelagerten Triage (Patientensichtung), räumlich getrennten Behandlungsräumen, sowie einer entsprechenden Lenkung des Patientenstroms über getrennte Eingänge sichergestellt werden.

Potentielle infizierte Bürger wurden über den zuständigen Hausarzt angemeldet oder wendeten sich direkt telefonisch an die Praxis für die Terminvereinbarung. In der Regel konnten die Patienten noch am selben Tag in der Praxis behandelt werden. Beim Eintreffen wurde der Patienten nach Wahrscheinlichkeit einer vorliegenden Infektion mit COVID-19 (nach RKI-Schema) und nach der medizinischen Dringlichkeit (angepasstes ESI-Triage Konzept) triagiert. 

Bei positiver Infekt-Triage wurde der Patient unter Vollschutz von einem Arzt und einer medizinischen Fachkraft in einem separaten Behandlungsbereich untersucht. Dabei erfolgte routinemäßig auch ein Abstrich auf SARS-CoV-2. Die Testergebnisse lagen häufig bereits am Folgetag vor. Bei entsprechender respiratorischer Symptomatik wurden die Patienten direkt in eine klinische Versorgung überwiesen. 

Eine Vielzahl der Patienten wiesen glücklicherweise nur mäßige grippeähnliche Symptome auf. Diese Patienten konnten häufig in häuslicher Quarantäne verbleiben. Patienten, bei denen es sich nicht um einen begründeten Verdachtsfall handelte, wurden im Gebäude behandelt. Dort waren alle Ressourcen vorhanden, die in einer hausärztlichen Praxis vorzufinden sind. Im Einzelnen sind das

  • Labordiagnostik
  • 12-Kanal EKG
  • Ultraschall
  • diverse Laborschnelltests

Die tägliche Auslastung der Praxis fluktuierte stark. An manchen Tagen wurden bis zu 30 Patienten untersucht und behandelt. Aufgrund des bundesweiten „lock down“ sind die COVID-19 Fallzahlen im Landkreis Fürth jedoch zum Glück rückläufig. So konnte eine Überlastung der medizinischen Versorgungskapazitäten vermieden werden. Der Landkreis Fürth kann daher erfreulicherweise den Betrieb der Schwerpunktpraxis Cadolzburg derzeit ruhen lassen.

Für uns als AGNF war und ist dies eine interessante und spannende Abwechslung zum wohlbekannten und routinierten Bildungsalltag. Uns war es darüber hinaus sehr wichtig, in der aktuellen Krisensituation einen gesellschaftlichen Beitrag zu leisten.

 

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Die AGNF in Zeiten von COVID-19

Wie kann sich die Welt in wenigen Wochen um 180 Grad drehen? Vermutlich hat sich jeder diese Frage in den letzten Tagen gestellt. Auch wir reiben uns verwundert die Augen. Dabei sind es nicht nur berufliche Auswirkungen, die uns beschäftigen, sondern jeder Einzelne von uns hat natürlich auch ein Privatleben. Und auch dort gilt es Herausforderungen zu bewältigen, beispielsweise Kinder zu betreuen oder für Ältere zu sorgen. Viele unserer Facebook-Posts, die für diese Wochen geplant hatten, haben wir eingestampft. Sie wären nicht mehr aktuell gewesen und wären der aktuellen Lage nicht gerecht geworden. Wir möchten Euch heute einen Einblick in unseren CORONA-Alltag geben.

Die Schulschließungen führten für unser Team, vor allem für unsere Lehrkräfte an der Berufsfachschule für Notfallsanitäter, zu einigen neue Herausforderungen: 

• Wie erhalten wir den engen Kontakt zu unseren Schülern? 
• Wie kann der individuelle Lernprozess weiterhin begleitet und positiv beeinflusst werden? 
• Welche Unterrichtsmethoden lassen sich sinnvoll und mit Erfolg auch über eine größere Distanz einsetzen?

Der intensive Einsatz unserer Online-Lernplattform, sowie die Einführung von Telefon- und Videokonferenzen der Klassenleitungen und ihrer Schüler, waren erste Schritte hin zu einer möglichst effektiven Kompensation der ausgefallenen Unterrichte. 

Unsere Lehrkräfte versorgen ihre Schüler darüber hinaus mit Lernpaketen, die die Inhalte der Unterrichtsphasen in komprimierter Form abbilden und eine Bearbeitung von Aufgabenstellungen von zuhause aus ermöglichen. Die Verwendung von e-learning in Kombination mit regelmäßigen Gesprächen via Telefon und Internet ermöglichen eine intensive Betreuung unserer Schüler. Wir versuchen möglichst viel vom Homeoffice aus zu machen.

Im Bereich der Fort- und Weiterbildung wird intensiv an neuen und bewährten Konzepten gearbeitet, Verbesserungen angestrebt und aktualisiert. Neben der Einführung neuer Fortbildungen, wie dem „Hygienebeauftragten im Gesundheitswesen“ entwickeln wir vor allem unser Angebot im Bereich Patientensicherheit sowie unsere SIMBULANCE weiter. 

Als Kurszentrum des Europäischen Rates für Wiederbelebung (ERC) bereiteten wir uns intensiv auf die Leitlinienveröffentlichung im Oktober 2020 vor. Hier war neben dem GRC Reanimationsdialog in Köln eine Satellitenveranstaltung im Großraum Nürnberg/Fürth/Erlangen geplant. Vergangenen Freitag wurde die Veröffentlichung der neuen Leitlinien nun um ein Jahr verschoben.

Bereits Anfang letzter Woche stellten wir auf Anfrage, einer peripheren Klinik zwei unserer Beatmungsgeräte zur Verfügung. Eines davon ist bereits auf einer Intensivstation im Einsatz, das zweite steht für die Notfallversorgung von Patienten zur Verfügung. Auch wenn der Anlass nicht besonders erfreulich ist, freuen wir uns dennoch, dass unsere Geräte in dieser Zeit sinnvoller eingesetzt werden, als in Stein im Keller zu stehen.

In der kommenden Woche wird im Landkreis Fürth ein ambulantes Versorgungszentrum in Betrieb gehen. Dies soll auf dem Höhepunkt der Pandemie, die uns in den kommenden Wochen voraussichtlich erreicht, zusätzliche medizinische Kapazitäten bereithalten. Hier unterstützen wir konzeptionell, organisatorisch und sind auch in den Betrieb eingebunden. 

Wie sieht es bei Euch aus? Was hat sich bei Euch geändert in den letzten Wochen? Schreibt uns Eure Eindrücke und Erlebnisse.

Bleibt alle gesund und hoffentlich bis bald, ¬

Euer Team der Arbeitsgemeinschaft für Notfallmedizin Fürth e.V.

Kontakt

7. Gelände

  • Deutenbacher Str. 1, 90547 Stein
  • 0911 977 949 69

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