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Ich bin bereits Rettungsassistent! Wie geht es jetzt weiter?

Wie kann ich zum Notfallsanitäter "upgraden"?

Dieser Punkt ist im Notfallsanitätergesetz (NotSanG) klar geregelt. Grundsätzlich muss ein RettAss an einem Lehrgang teilnehmen und eine Prüfung bestehen, bei der die zukünftigen Anforderungen des neuen Berufsbildes abgebildet werden. Wie groß der Aufwand ist, das »Upgrade« zu erhalten, hängt von der Berufserfahrung ab, die man nachweisen kann.

Wer weniger als drei Jahre als RettAss tätig ist, muss an einem Lehrgang mit einem Stundenumfang von 960 Stunden teilnehmen und die staatliche Ergänzungsprüfung bestehen. Wer weniger als fünf Jahre als RettAss tätig ist, muss an einem Lehrgang mit einem Stundenumfang von 480 Stunden teilnehmen und die staatliche Ergänzungsprüfung bestehen. Beide Zielgruppen haben alternativ die Möglichkeit an der staatlichen Vollprüfung teilzunehmen, auch ohne Vorbereitungslehrgang. Der Besuch eines Vorbereitungslehrgangs wird jedoch dringend für eine erfolgreiche Prüfung empfohlen.

Wer mehr als fünf Jahre Berufserfahrung nachweisen kann, kann an der staatlichen Ergänzungsprüfung teilnehmen ohne einen Lehrgang zu besuchen. Ob Letzteres sinnvoll ist und ob die Ergänzungsprüfung erfolgreich abgelegt werden kann, ohne dass man sich im Rahmen eines Lehrganges darauf vorbereitet hat, bleibt auch hier fraglich. Deshalb werden auch für die RettAss mit langjähriger Berufserfahrung Qualifizierungslehrgänge im Umfang von 80 oder 160 Stunden an unserer Einrichtung angeboten.

Nach Inkrafttreten des Gesetzes räumt der Gesetzgeber insgesamt sieben Jahre ein, sich zum NotSan zu qualifizieren. Danach ist dies nicht mehr möglich. Niemand ist verpflichtet, an einer Nachqualifizierung teilzunehmen.
Für Mitarbeiter, die Ihre berufliche Zukunft im Rettungsdienst sehen und noch einige Jahre bis zur Rente abzuleisten haben, wird sich jedoch kaum eine Alternative bieten.

Weitere Informationen und Termine: 

Was passiert mit den "alten" Rettungsassistenten?

Vorerst wird sich im beruflichen Alltag nichts ändern, da es mit Inkrafttreten des »Notfallsanitätergesetzes« Anfang 2014 in Deutschland keinen einzigen Notfallsanitäter gibt. Zum einen müssen alle Rettungsassistenten erst zum Notfallsanitäter »upgraden«, sprich sich nachqualifizieren. Zum anderen müssen die Rettungsdienstgesetze der Bundesländer angepasst werden. Denn dort werden Besetzungsregelungen getroffen. Dieser Prozess wird einige Jahre in Anspruch nehmen.

Bekomme ich als Mitarbeiter im Rettungsdienst dann mehr Geld?

Gehaltsangelegenheiten sind Sache der Tarifparteien und können nicht in einem Ausbildungsgesetz geregelt werden. Sicherlich wird es eine Angleichung der Gehälter an andere Berufsgruppen mit dreijähriger Ausbildung geben. Fakt ist jedoch auch, dass dies erst dann erfolgen wird, wenn ein »Upgrade« vom RettAss zum NotSan erfolgt ist. In den nächsten Jahren werden die Tarifparteien, Gewerkschaften und Arbeitgebervertreter dies gegenüber den Kostenträgern versuchen durchzusetzen.

Bringt das neue Gesetz mehr Rechtssicherheit im beruflichen Handeln?

Das neue Gesetz ist deutlich umfangreicher als das alte RettAssG und regelt verschiedene Sachverhalte relativ ausführlich. Auch die sogenannte »Regelkompetenz« wurde im Gesetz verankert. Der Einsatz von invasiven Maßnahmen, so diese nötig sind, erfolgt in Zukunft auf einer rechtlich gesicherten Grundlage. Deren Freigabe erfolgt unter Maßgabe der Ärztlichen Leiter Rettungsdienst. So kann die Freigabe von Notfallmedikamenten oder einzelner Maßnahmen lokal unterschiedlich sein. Die Frage ob oder ob nicht, stellt sich jedoch nicht mehr.

 

 

 

 

 

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