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Ich bin bereits Rettungsassistent! Wie geht es jetzt weiter?

Wie kann ich zum Notfallsanitäter "upgraden"?

Dieser Punkt ist im Notfallsanitätergesetz (NotSanG) klar geregelt. Grundsätzlich muss ein RettAss eine Prüfung bestehen, bei der die zukünftigen Anforderungen des neuen Berufsbildes abgebildet werden. Ob und in welchem Umfang der Besuch eines Qualifizierungslehrganges erforderlich ist, um das »Upgrade« zu erhalten, hängt von der Berufserfahrung ab, die der Rettungsassistent nachweisen kann.

Wer weniger als drei Jahre als RettAss tätig ist, muss an einem Lehrgang mit einem Stundenumfang von 960 Stunden teilnehmen und die staatliche Ergänzungsprüfung bestehen. Wer weniger als fünf Jahre als RettAss tätig ist, muss an einem Lehrgang mit einem Stundenumfang von 480 Stunden teilnehmen und die staatliche Ergänzungsprüfung bestehen. Beide Zielgruppen haben alternativ die Möglichkeit an der staatlichen Vollprüfung teilzunehmen, auch ohne Vorbereitungslehrgang. Wir möchten jedoch jedem den Besuch eines Vorbereitungslehrgangs emphehlen um optimal auf die Prüfung vorbereitet zu sein.

Wer mehr als fünf Jahre Berufserfahrung hat, kann an der staatlichen Ergänzungsprüfung teilnehmen, ohne einen Lehrgang zu besuchen. Ob Letzteres sinnvoll ist und ob die Ergänzungsprüfung erfolgreich abgelegt werden kann, ohne dass man sich im Rahmen eines Lehrganges darauf vorbereitet hat, bleibt auch hier zu hinterfragen. Deshalb werden an unserer Einrichtung auch für die RettAss mit langjähriger Berufserfahrung Qualifizierungslehrgänge im Umfang von 80 (Kompaktkurs) oder 160 Stunden (Intensivkurs) angeboten.

Faltblatt für die Qualifizierungslehrgänge

Nach Inkrafttreten des Gesetzes am 1. Januar 2014 räumt der Gesetzgeber eine Frist von insgesamt sieben Jahren ein sich zum NotSan zu qualifizieren, die mit dem 31. Dezember 2020 abläuft. Danach ist eine Qualifizierung nicht mehr möglich.
Niemand ist verpflichtet an einer Nachqualifizierung teilzunehmen. Für Mitarbeiter, die Ihre berufliche Zukunft im Rettungsdienst sehen und noch einige Jahre bis zur Rente abzuleisten haben, wird sich jedoch kaum eine Alternative bieten.

Weitere Informationen und Termine: 

Was passiert mit den "alten" Rettungsassistenten?

Alle Rettungsassistenten, die auch künftig für die Betreueung von Notfallpatienten zuständig sein möchten, müssen sich zwingend bis Ende 2020 zum Notfallsanitäter nachqualifizieren. Nach Ablauf der Übungsfrist sind künftig alle Rettungswagen mit einem Notfallsanitäter für die verantwortliche Patientenbetreuung zu besetzen. Rettungsassistenten können dann dafür nicht mehr eingesetzt werden. Über die Weiterbeschäftigung der Rettungsassistenten, die sich nicht weiterqualifizieren, haben zu gegebenen Zeitpunkt die jeweiligen Arbeitgeber zu entscheiden. 

Bekomme ich als Mitarbeiter im Rettungsdienst dann mehr Geld?

Gehaltsangelegenheiten sind Sache der Tarifparteien und können nicht in einem Ausbildungsgesetz geregelt werden. Sicherlich wird es eine Angleichung der Gehälter an andere Berufsgruppen mit dreijähriger Ausbildung geben. Fakt ist jedoch auch, dass dies erst dann erfolgen wird, wenn ein »Upgrade« vom RettAss zum NotSan erfolgt ist. In den nächsten Jahren werden die Tarifparteien, Gewerkschaften und Arbeitgebervertreter dies gegenüber den Kostenträgern versuchen durchzusetzen.

Bringt das neue Gesetz mehr Rechtssicherheit im beruflichen Handeln?

Das neue NotSanG ist deutlich umfangreicher als das alte RettAssG und regelt verschiedene Sachverhalte relativ ausführlich. Auch die sogenannte »Regelkompetenz« wurde im Gesetz verankert. Der Einsatz von invasiven Maßnahmen, so diese nötig sind, erfolgt in Zukunft auf einer rechtlich gesicherten Grundlage. Deren Freigabe erfolgt unter Maßgabe der Ärztlichen Leiter Rettungsdienst. So kann die Freigabe von Notfallmedikamenten oder einzelner Maßnahmen lokal unterschiedlich sein. Die Frage ob oder ob nicht, stellt sich jedoch nicht mehr.

 

 

 

 

 

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